50 Jahre Frauenchor Heftrich

Liebe Sängerinnen des Frauenchores Heftrich,
meine sehr verehrten Damen und Herren,

 

„Wenn Gott unser Herz berührt, fängt es an zu singen."
Das hat einmal die jüdische Publizistin Hannah Arendt gesagt.

 

Wenn man Hannah Arendt zustimmt, dann - so muss man sagen - dann hat Gott Ihnen, den Aktiven im Frauenchor oft das Herz angerührt.

Ja, ich bin überzeugt: Gott hat uns Menschen die Musik geschenkt und das Singen.

 

Es gibt wohl kaum etwas anderes, was uns so unmittelbar und direkt mit Gott verbindet als der Gesang aus ganzem Herzen und ganzer Seele. Durch alle Schriften der Bibel zieht sich dieses Wissen, in dem eine besondere Weisheit steckt.

 

Wenn es etwas zu feiern gab, wenn es zu danken gab, wenn etwas beklagt oder wenn getrauert wurde, haben das Lied und der Klang der menschlichen Stimme seit Menschengedenken all das auch zum Himmel getragen und so hat sich der Gesang hier auf Erden und der Gesang des Himmels, von dem die Bibel so oft berichtet, miteinander verbunden.

 

Franz Grillparzer, der österreichische Schriftsteller, hat einmal in seiner humorvollen Art angemerkt: „In der Kirche singen immer die am lautesten, die falsch singen."

 

Das will ich mal nicht hoffen, denn ich singe manchmal ganz schön laut in der Kirche...

 

Jedenfalls ist es gut, dass wir von Ihnen immer wieder professionelle Unterstützung bekommen, dass Sie als unser Heftricher Frauenchor immer wieder bei und für uns gesungen und unsere Gottesdienste bereichert haben. Seit 50 Jahren singen Frauen in Ihrem Chor - und seit Anbeginn auch in unserer Heftricher Kirche. Unzählig viele Male haben Ihre Lieder uns in der Kirche bei frohen Anlässen begleitet oder in der Trauer Trost geschenkt.

 

Sie tun damit der Seele von vielen Menschen viel Gutes. Zuerst natürlich sich selbst, die Sie mitsingen. Aber dann auch all denen, die Ihnen zuhören dürfen.

 

Dafür möchte ich im Namen der ganzen evangelischen Gemeinde Heftrich dem Frauenchor Heftrich danken.

 

„Singen ist die Sprache der Liebe", hat Bischof Augustinus vor 1500 Jahren gesagt.

 

Möge Gott mit seinem Segen dafür sorgen, dass diese Sprache der Liebe nie verstummt und der Frauenchor Heftrich für Heftrich weiterhin und für lange Jahre das bleibt, was er ist: „unser" Frauenchor.

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