Spätschicht-Gottesdienst "Wohin führt Ihre Lebensreise? Von Aufbrüchen im Leben"

Aufbrüche, persönliche und gesellschaftliche können auch zu Schwierigkeiten führen. Das steckt schon im Wort "Aufbruch" - wo Dinge aufbrechen holpert es auch manchmal. Man braucht Geduld, muss Ängste und Befürchtungen überwinden und lebt von der Hoffnung auf das Kommende...

 

Hat Hermann Hesse Recht mit seinem Gedicht "Stufen"? Er schreibt:

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen. [...]Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

[...] Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"

 

Wie können wir uns an Aufbrüche wagen?

Darum geht es im Spätschicht-Gottesdienst

  • am Sonntag, 29. Januar 2012
  • um 18 Uhr
  • in der Evangelischen Kirche Bermbach (An den Gärten 2, 65529 Waldems-Bermbach)

Im Anschluss feiern wir die Einweihung des renovierten Gemeindehauses Bermbach mit einem Sektempfang gegen 19.10 Uhr.

 

Alle, die durch Gebete, Tat, Rat und Spenden mitgeholfen haben, dass unser Gemeindehaus nun wieder so schön ist und durch viele Menschen genutzt werden kann sind herzlich eingeladen mit uns anzustoßen. Dieser Abend ist auch eine Gelegenheit Danke zu sagen für so viel Unterstützung!

 

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen anzustoßen!

Kindergottesdienst-Tag am 14.1. zur Jahreslosung

Am Samstag, 14. Januar, fanden wieder der Kindergottesdienst-Tag statt - 4 Stunden tolles Programm für alle interessierten 4- bis 10-Jährigen in Heftrich und Bermbach. Diesmal ging es um die Jahreslosung 2012: "Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig".

 

Dieses Wort aus einem Paulusbrief war zugleich der Konfirmationsspruch von Margarete Steiff. Nach einer schweren Erkrankung war sie an den Rollstuhl gebunden. Trotzdem besuchte sie die Schule und absolvierte gegen den Willen ihrer Eltern sogar eine Nähschule. Als Erste in Giengen konnte sie sich eine Nähmaschine leisten. Bald musste sie weitere Näherinnen anstellen. Das kleine Geschäft lief gut. Mit dem Weihnachtsfest 1879 kam es in Margaretes Leben zu einem entscheidenden Einschnitt. Sie wollte ihren besten Kundinnen etwas Hübsches zum Fest schenken und nähte einen kleinen Elefanten. Darauf schrieben ihr begeisterte Mütter: "Machen Sie doch mehr von diesen Tieren! Sie haben unseren Kindern so viel Freude damit gemacht!" Ihr "Elefäntle" war ein Kuscheltier geworden. Mit Feuereifer entstanden bald Katzen, Hunde und Pferde und natürlich auch Bären. Bis heute sind Steiff-Tiere bekannt. Und Jesu Versprechen "Meine Kraft ist in der Schwachen mächtig" hat sich für Margarete Steiff ganz anders erfüllt. Sie hat anderen Freude bereitet, traurige Kinder mit ihren Tieren fröhlich gemacht. Margarete führte ein Leben im Vertrauen auf Gott, der seine Kraft in ihrem Leben so mächtig wirken ließ. Und sie wurde nicht enttäuscht.

 

Was lag also näher, als mit den Kinder darüber zu sprechen und mit ihnen kleine Elefanten zu nähen, damit sie diese Geschichte und das Versprechen von Jesus nicht vergessen? Es war ein toller Kindergottesdienst-Tag!! Danke an alle, die geholfen haben!! Insbesondere an die Herzkissen-Damen, die uns mit ihren Nähkünsten geholfen haben.

10.000 Euro für Pflege und Betreuung

 

Jeweils 5000 Euro aus Beiträgen und Spenden haben die Mitglieder des „Diakonie-Fördervereins Idstein und Waldems“ bei ihrer Mitgliederversammlung an die Diakoniestation und den Mobilen Sozialen Dienst (MSD) ausgeschüttet. Die beiden Dienste pflegen und versorgen viele ältere, kranke oder behinderte Menschen im Idsteiner Land zu Hause. Sie ermöglichen ihnen so, in ihrer gewohnten Umgebung wohnen zu können.

Der Förderverein wolle künftig das Thema „Menschliche Pflege und Betreuung“ noch stärker ins Zentrum rücken, betonte der Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Markus Eisele. So sollen durch die Fördergelder Mitarbeitende in Pflege und Betreuung mehr Zeit für ihre Patienten haben. „Solche Zeit für Zuwendung gibt dem Menschen seine Würde“, ist Eisele überzeugt. Der neue Pflegedienstleiter der Diakoniestation, Achim Dörhöfer, erläuterte die wachsenden Aufgaben in der Pflege. Die sehr gute Bewertung der Diakoniestation durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse sei Verpflichtung, auch weiterhin hervorragende Pflegequalität, notwendige Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit unter einen Hut zu bringen. Die Finanzierung durch Kranken- und Pflegekassen reiche dafür nicht aus. Dies sei nur dank kommunaler, kirchlicher Mittel sowie der Zuwendung des Fördervereins möglich.

 

Der Bürgermeister von Waldems und zweiter Vorsitzender des Vereins, Werner Scherf, unterstrich, wie wichtig eine verlässliche Pflege und Betreuung ihrer Bürger für die Kommunen sei. Er sei froh, dass die Diakoniestation und der MSD hier gute und unverzichtbare Dienste leisten.

Vortrag: Hexenverfolgung in Idstein und Heftrich

Über die Hintergründe und Umstände der Hexenverfolgung im Idsteiner Land am Beispiel der Pfarrfrau von Heftrich referierte Andreas Schmitt am Buß- und Bettag im Gemeindehaus Heftrich.

 

Cäcilie Zeitlose Wicht, Pfarrfrau von Heftrich, wurde am 22. März 1676 am Ende eines der auffälligsten Hexenprozesse in Idstein hingerichtet. Insgesamt 39 Menschen wurden im Jahr 1676 Opfer der Verfolgung in Idstein.

 

Als Kirchengemeinde wollen wir uns in den nächsten Jahren intensiv mit dieser Geschichte auseinandersetzen und laden Sie und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die Vereine und den Ortsbeirat Heftrich, sowie die politischen Vertreter in der Stadt Idstein ein, dieses Projekt zu begleiten. Die Geschichte der Pfarrfrau von Heftrich ist im Wissen der Heftricher Bevölkerung verankert. Dieses Wissen wollen wir vertiefen und in den weiteren historischen und aktuellen Zusammenhang stellen, um daraus für heute zu lernen. Denkbar ist, dass am Ende der Beschäftigung – wie zurzeit an vielen Orten in Deutschland - eine Rehabilitation als ein deut-liches Zeichen stehen könnte.

 

 

Gedenktafel für Cäcilie Zeitlose Wicht ist nicht genug

Idsteiner Zeitung - 21.09.2011 - HEFTRICH - Pfarrer Markus Eisele will dunkle Geschichte aufarbeiten

 

Cäcilie Zeitlose Wicht, Pfarrfrau von Heftrich, wurde am 22. März 1676 am Ende eines der spektakulärsten Hexenprozesse in Idstein hingerichtet. Insgesamt 39 Menschen wurden in diesem Jahr Opfer der Verfolgung in Idstein. Die evangelische Kirchengemeinde in Heftrich will sich in den kommenden Jahren intensiv mit der Geschichte von Cäcilie Zeitlose Wicht beschäftigen. Pfarrer Markus Eisele würde sich sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen dieses Projekt begleiten würden.

 

Droht das Schicksal dieser Pfarrfrau in Vergessenheit zu geraten?

 

Nein, ihre Geschichte ist im Wissen der Heftricher Bevölkerung verankert. Aber wir wollen dieses Wissen vertiefen und in den weiteren historischen und aktuellen Zusammenhang stellen, um daraus für heute zu lernen. Denkbar ist, dass am Ende der Beschäftigung - wie zurzeit an vielen Orten in Deutschland - eine sozialethische Rehabilitation als ein deutliches Zeichen stehen könnte.

 

Wie kam es zu diesem Projekt?

 

Vor einiger Zeit hat sich der Kirchenvorstand entschlossen, Schilder mit kurzen historischen Informationen an der Heftricher Kirche und am Pfarrhaus anzubringen. In diesem Zusammenhang soll auch die Geschichte der Cäcilie Zeitlose Wicht nicht verschwiegen werden. Im Gespräch wurde aber deutlich, dass eine bloße Gedenktafel zu einfach und oberflächlich wäre.

 

Es geht also um Aufarbeitung und Verantwortung?

 

Ja, denn auch in Heftrich und Idstein wurde Unrechtsgeschichte geschrieben und die christliche Gemeinde und die Gemeindepfarrer hatten damals einen signifikanten Anteil daran. Der Verantwortung, dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte aufzuarbeiten, wollen wir uns stellen. Als christliche Gemeinde sollen und wollen wir Gottes Gegenwart bezeugen, Menschen in die Nachfolge Jesu rufen und von Gottes Reich künden. Das kann jedoch nur gelingen, wenn Reden und Handeln glaubwürdig sind. Nach unserem Verständnis bedeutet das, dass wir uns auch mit den Fehlern der christlichen Kirche in der Vergangenheit auseinandersetzen.

 

Das ganze Gespräch nachlesen auf den Seiten der Idsteiner Zeitung

„Erste Hilfe für die Seele“


Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wirbt dieser Tage an 50 Standorten mit großflächigen Plakaten für ehrenamtliches Engagement. Unter anderem auch in Bad Schwalbach, Idstein oder Niederselters. „Selbstbewusst Gesicht zeigen, mit Menschen, die authentisch sind und mit interessanten Biografien", so beschreiben die Initiatoren die Eigenschaften der Kampagne. Etwa 64.000 Ehrenamtliche und 20.000 Beschäftigte engagierten sich in der EKHN. Deshalb der selbstbewusste Slogan: „Wir sind viele.“

Allein in den beiden Evangelischen Dekanaten Idstein und Bad Schwalbach sind etwa 2.000 Menschen ehrenamtlich und über 500 Mitarbeiter hauptamtlich engagiert. Die insgesamt neun Motive zeigen Personen, die gern und aus Überzeugung evangelisch sind und die exemplarisch die Vielfalt der Menschen, Aufgaben und Engagements in der EKHN abbilden. Jetzt wurden die drei neuesten Motive vorgestellt: Eines zeigt die Seniorin Gerharde von Burstin. Sie ist eine von 21.822 Kindergottesdienstmitarbeiterinnen der EKHN. Ihr Slogan lautet: "Sonntags feiere ich mit den Kindern". Christian Berg, einer von 19.980 Jugendbetreuern der EKHN bekennt sich zum Glauben mit dem Satz: "Gott ist bei jedem Abenteuer dabei." Das dritte Motiv zeigt die Diplompsychologin Gabriele Claus. Ihr Wahlspruch als eine von 601 ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen lautet „Erste Hilfe für die Seele“.
Foto: Gruppen der Gemeinde Unsere Gemeinde: "Haus der lebendigen Stein"

Was Sie bei uns finden können...

 

  • Sich selbst - und mehr als das
  • Menschen, die Zeit haben - auch für Sie
  • Institutionen, die tatkräftig helfen wollen und können
  • Einen Ort, an dem Sie zur Ruhe kommen und neue Kräfte gewinnen
  • Gemeinschaft, in der Sie singen können
  • Gedanken, die herausfordern - auch Sie
  • Worte, die Mut machen
  • Mut zu leben, zu glauben, zu lieben, zu hoffen - auch über den Tod hinaus
  • Eine Wahrheit, die frei macht und aufrichtet
  • Den Gott, der für Gottlose da ist
  • Die Welt in einem neuen Licht

Finden Sie davon nichts bei uns, dann sagen Sie uns Bescheid ...

Impressionen aus Heftrich und Bermbach

Kirche und Gemeindehaus Bermbach

Blick auf Kirche und Gemeindehaus Bermbach

Evangelische Kirche Heftrich

Blick in die Evangelische Pfarrkirche zu Heftrich.