Quartier 4

Quartier 4 ... ist ein Projekt unserer Kirchengemeinden, finanziell unterstützt durch das Förderprogramm „Rat und Tat“ des Rheingau-Taunus-Kreises.


Quartier 4 … heißt so, weil sich das Projekt an die vier Quartiere (Quartier, französisch für Wohnviertel, Nachbarschaft) unserer Kirchengemeinden Heftrich, Bermbach, Nieder-Oberrod und Kröftel richtet.

 

Quartier 4 … möchte die Pflege und den Ausbau nachbarschaftlichen Lebens in Heftrich, Bermbach, Nieder-Oberrod und Kröftel unterstützen. Besonders der Erhalt und die Schaffung guter Rahmenbedingungen für ältere Bewohner steht im Fokus des Projekts. Details sind im Quartier 4-Konzept abgebildet.

 

Quartier 4 … versteht sich als Ansprechpartner aller Akteure in den Orten und bietet eine gemeinsame Plattform zur Vernetzung nachbarschaftlicher Aktivitäten. Gerne stehen wir bei Fragen und Anregungen zur Verfügung: Kontakt

 

Quartier 4 … hat zum Ziel, mit einem gut ausgebauten Netzwerk und vielfältigen Angeboten für alle Generationen das Leben auf dem Dorf langfristig lebenswert zu erhalten.

 

Quartier 4 - GEMEINSAM STATT EINSAM!

 

Engagement VON ALLEN FÜR ALLE in Heftrich, Bermbach, Nieder-/Oberrod und Kröftel

 

Großer Erfolg für Quartier 4

100 Besucher bei Auftaktveranstaltung am 13.11.

 

„Jede gesellschaftliche Aufgabe wird zuerst von wachen Zeitgenossen erkannt, die sich nicht stoppen lassen, bevor der Staat sich darum kümmert.“

 

Pfarrer Dr. Steffen Bauer, Leiter der Ehrenamtsakademie Hessen-Nassau ist angetan von der Initiative Quartier 4. Zur Auftaktveranstaltung der Initiative sind rund 100 Besucher in den Loft im Nassau-Viertel gekommen. Engagierte, Bürger, Vertreter der Politik und des Rheingau-Taunus-Kreises wollen darüber ins Gespräch kommen, wie die Dörfer im Idsteiner Land für Menschen jeden Alters lebenswert bleiben.

 

Karla Sachse-Domschke, Koordinatorin des Projektes, erläutert: „Wir sind aufgerufen etwas dafür zu tun, damit wir auch künftig in guten Nachbarschaften leben, in denen man sich generationenübergreifend begegnet, hilft und unterstützt.“ Für das Impulsreferat hat die Initiative deshalb Steffen Bauer eingeladen, der sich seit Jahren intensiv mit dem demografischen Wandel und seine Auswirkung auf unsere Gesellschaft auseinandergesetzt hat.

 

In den nächsten 15 Jahren, so Bauer, verdoppele sich die Zahl der Über-80-Jährigen im Idsteiner Land. Eindringlich mahnt er, dass es ein „Weiter so“ nicht geben dürfe: „Der Staat wird das Problem nicht alleine lösen können“. Die Frage sei, wie man das Zusammenleben organisieren und dabei die Gaben der heutigen Generation 60 Plus zur Geltung bringen könne. Eine Lösung sieht der Theologe im zivilgesellschaftlichen Engagement dieser Generation und wirbt für den Einsatz füreinander: „Wer sich engagiert, ist glücklich“.

 

Auch Buchautor Henning von Vieregge hält ein Plädoyer für ehrenamtliches Engagement. „Schon sehr wenige können das gute Miteinander in Gang halten.“ Dafür brauche es aber auch Räume der Begegnung und personelle Ressourcen für die Koordinierung der Ehrenamtlichen.

 

Martina Boll und Werner Hübscher, Mitarbeiter von Quartier 4, stellen die Idee eines Bermbacher Nachbarschaftsfestes vor. Im November war es gelungen, einen Großteil der Einwohner des Idsteiner Wegs zu einem gemeinsamen Fest zu laden. „Sich treffen ist der erste Schritt hin zu einer helfen Nachbarschaft“, sind sich die beiden sicher und kündigen an, dass es 2018 weitere Nachbarschaftsfeste geben werde.

 

Im Anschluss diskutieren die Besucher in vier Foren die Themen Mobilität, Kommunikation, Begegnung und Wohnen. Im Januar treffen sich die vier Themengruppen erneut. Wer an einer Mitarbeit interessiert ist, kann sich an Karla Sachse-Domschke wenden (sachse-domschke@heftrich-evangelisch.de, Telefon: 06126-7107714)

 

Nachbarschaftsfest der Initiative Quartier 4

v.l.n.r. Martina Boll, Ursula Lack und Hiltraut Werner. (Foto: privat)
v.l.n.r. Martina Boll, Ursula Lack und Hiltraut Werner. (Foto: privat)

Am Sonntag, 12.11.2017, hatten Ursula Lack und Werner Hübscher für die Initiative „Quartier 4“ alle Bewohner des Idsteiner Wegs in Bermbach zum Nachbarschaftsfest in die Turnhalle des TV Bermbach eingeladen.

 

Über 70 Personen folgten der Einladung. Es war ein Nachmittag der Begegnung. Viele Bewohner der Straße kannten sich bis dahin nicht. Eine spontane Umfrage zeigte: ein Drittel der Gäste wohnen seit mehr als 20 Jahren hier, ein Drittel wohnt mehr als 10 Jahre im Idsteiner Weg und ein Drittel ist erst in den letzten Jahren zugezogen.

 

„Nachbarschaft beginnt, wo man sich begegnet“, so Ursula Lack. Und Werner Hübscher ergänzt: „Im nächsten Jahr wollen wir weitere Nachbarschaftsfeste veranstalten“.