Quartier 4 - Das Konzept

GEMEINSAM STATT EINSAM ist das Ziel unseres Projekts Quartier 4!

Das setzt Engagement voraus, von allen, für alle! Aber was heißt das konkret?

 

Einige Antworten dazu finden Sie hier.

 

Haben Sie darüber hinaus Fragen, Anregungen oder möchten sich engagieren?

 

Dann sprechen Sie uns bitte an, wir freuen uns über den Austausch mit Ihnen!

 

 

Wer steckt hinter Quartier 4?

 

Da Quartier 4 ein Projekt unserer Kirchengemeinden ist, sind diese auch dessen Träger. Finanziell wird Quartier 4 im Rahmen des Förderprogramms „Rat und Tat“ durch den Rheingau-Taunus-Kreis unterstützt.

 

An der Umsetzung des Projektes arbeitet ein ehrenamtliches Projektteam, dessen Zusammenarbeit durch unsere Mitarbeiterin Karla Sachse-Domschke koordiniert wird. Sie ist zusammen mit Pfarrer Markus Eisele Ansprechpartner (Kontakt) für das Projekt. Darüber hinaus sind Kirchenvorstände unserer Kirchengemeinden und als Kooperationspartner Mitarbeiter sozialer Dienstleister und öffentlicher Institutionen in das Projekt involviert.

 

An wen richtet sich Quartier 4?

 

Zu unseren Kirchengemeinden zählen die vier Orte bzw. Quartiere Heftrich, Bermbach, Nieder-Oberrod und Kröftel. Quartier 4 will Ansprechpartner sein für

 

  • alle Bewohner dieser Orte und alle Menschen die hier arbeiten
  • alle Menschen, die sich den Orten und ihren Bewohnern verbunden fühlen und etwas zum Gelingen eines guten, nachbarschaftliches Dorflebens beitragen möchten
  • alle Vereine und Interessengemeinschaften vor Ort
  • öffentliche Institutionen wie Gemeindevertretungen o.ä.und soziale Dienstleister
  • lokale Unternehmen und Investoren

 

Wozu Quartier 4 ?

 

Der demografische und soziale Wandel unserer Gesellschaft macht auch vor den Dörfern im Idsteiner Land nicht Halt: immer mehr Menschen werden immer älter und gleichzeitig ändern sich familiäre und dorfgemeinschaftliche Strukturen, vorwiegend durch eine stärkere berufliche Beanspruchung der mittleren Generation und die von ihr gelebte regionale Flexibilität. Dies hat zur Folge, dass in Zukunft mehr Seniorinnen und Senioren alleine leben und mit ihren Bedürfnissen wesentlich das dorfgemeinschaftliche Leben prägen. Untersuchungen zeigen, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen wird.

 

Daraus resultieren neue Herausforderungen! Auf die Frage „Was braucht es, damit unsere Dörfer für Menschen jeden Alters lebenswert sind und jedem ein selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Leben ermöglichen? gilt es Antworten und Lösungsansätze zu finden. Daran will Quartier 4 zusammen mit den Bewohnern und allen Akteuren vor Ort arbeiten. Der Fokus liegt dabei auf Vorhaben zur Erhaltung und Weiterentwicklung einer lebendigen und sorgenden Nachbarschaft und eines generationenverbindenden Umfelds.
 

Wie arbeitet Quartier 4?

 

Eine Hauptaufgabe des Projektteams ist es, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, zu bleiben und deren Bedürfnisse zu kennen.

 

Auf dieser Basis kann Quartier 4 Kontakte zwischen einzelnen Menschen und/oder Gruppen und Institutionen herstellen, ein zielgruppenübergreifendes Netzwerkes im Dorf aufbauen und dadurch Vorhaben zur Gestaltung eines nachbarschaftlichen generationenverbindenden Lebensumfeldes unterstützen.

 

Für am Thema Interessierte und Kooperationspartner wird Quartier 4 Informationen bündeln und über verschiedene Kanäle und Medien (Face to face, Infoveranstaltungen, Printmedien, Internet) zur Verfügung stellen. In Planung sind auch eigene Vorhaben und Aktionen.

 

Keinesfalls wird Quartier 4 Angebote in Konkurrenz zu anderen Akteuren vor Ort machen. Ziel ist vielmehr, ganz nach dem Motto GEMEINSAM STATT EINSAM, zusammen etwas zu bewegen.

 

Welche Vorhaben will Quartier 4 unterstützen?

 

Die Herausforderungen an ein lebendiges und lebenswertes Dorf für Menschen jeden Alters sind vielfältig. Wir wollen Themen, die die demografische und soziale Entwicklung mit sich bringt, nicht allein als Last sondern auch als Chance sehen: die Erhöhung des Anteils an älteren Menschen in unserer Mitte erfordert einerseits Maßnahmen zur Neuausrichtung der Versorgung und Unterstützung hilfebedürftiger Personen, andererseits eröffnet sich dadurch eine Vielfalt an Möglichkeiten für generationen-übergreifende Interaktion. Dieses Spektrum will Quartier 4 mit Angeboten füllen.

 

Den Rahmen für unsere Vorhaben bilden die Leitlinien für inklusive, kultursensible und generationengerechte Quartiere (Impulspapier Freie Wohlfahrtspflege NRW):

 

  • Partizipation und Teilhabe aller BürgerInnen
  • Barrierefreiheit im persönl. Wohnumfeld und im öffentlichen Raum
  • Mobilität der Quartiersbewohner und Quartiersbewohnerinnen
  • Ermöglichungsstrukturen für Begegnung, Kommunikation, lebendige Nachbarschaft und bürgerschaftliches Engagement
  • für alle wahrnehmbare und zugängliche wohnortnahe Unterstützungs- und Beratungsstrukturen für Hilfe und Pflege und Begleitung in der letzten Lebensphase
  • Nutzung aller vorhanden Strukturen von Leben und Arbeiten im Quartier
  • soziales Klima von Achtsamkeit, Wertschätzung und gemeinschaftlicher Verantwortung
  • Kultursensibilität im Hinblick auf Zuwanderer, unterschiedliche Milieus und Lebensformen
  • Inklusion von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen.

 

Über die Umsetzung konkreter Maßnahmen wird mit den Bewohnern und Akteuren vor Ort entschieden, beispielsweise sind folgende Vorhaben in Vorbereitung bzw. angedacht:

 

  • Netzwerk zur nachbarschaftlichen Organisation haushaltsnaher Dienstleistungen i. F. Haushaltsfee / Hausmeisterei
  • Netzwerk für Fahrdienste / Mitfahrzentrale
  • Seniorentelefon, Seniorenlotsen
  • generationenübergreifender Aktion-Nachmittag
  • gemeinsames Gute-Laune-Frühstück von Senioren und Kindern (KiTA/Schule)
  • Ausbau des Besuchsdienstes
  • Mehrgenerationen-(Internet-)Cafe
  • Koordination mobiler Kooperation lokaler Anbieter von Lebensmittelgrundversorgung